
Beispiele für den Einsatz des Posturometers |
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Das Posturometer kann in der orthopädischen und neurologischen Praxis als Gleichgewichtswaage eingesetzt werden. Zum Beispiel: Wie verändert sich die Regelgüte des Kleinhirns, wenn die Patient die Augen schließt. Oder wenn er den Kopf maximal zu einer Seite rotiert oder neigt (bei Verdacht auf vertebragenen Schwindel).
In der zahnärztlichen Praxis wird das Posturometer funktionsdiagnostisch eingesetzt: Es kann untersucht werden, ob sich die Regelgüte des Kleinhirns verschlechtert, wenn eine bestimmte Bissposition eingenommen wird. Oder ob sie sich verbessert, wenn die habituelle Bisslage durch eine Watterolle oder einen kieferorthopädischen Konstruktionsbiss verändert wird. Außerdem kann bei einer zahnärztlichen Schienungsbehandlung beurteilt werden, ob die Schiene die Regelgüte verbessert oder nicht.
In der manualtherapeutischen oder osteopathischen Praxis kann das Posturometer zur Erfolgskontrolle herangezogen werden: Nach einer erfolgreichen manuellen Behandlung muss sich die Regelgüte des Kleinhirns verbessert haben.
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Posturometer |
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Die Körperhaltung eines Menschen wird durch das Kleinhirn reguliert. Dabei erhält das Kleinhirn über Nervenverbindungen aus den Sinnesorganen und den Rezeptoren der Muskeln Informationen, "verrechnet" diese Informationen wie ein kleiner Computer und steuert die Körperhaltungsmuskeln. Durch äußere und innere Einflüsse kann die Körperhaltung so gestört sein, dass Beschwerden und Schmerzen im Stütz- und Bewegungsapparat auftreten. Für die Behandlung dieser Symptome ist es notwendig, die Regulationsqualität der Körperhaltung durch das Kleinhirn diagnostisch festzustellen. Ebenso kann ein Behandlungserfolg mit Hilfe von Posturometermessungen objektiviert werden.
Im aufrechten Stand äußern sich die ständige Regulation der Körperhaltung durch ein minimales "Hin- und Her-Schwanken" des Körpers. Diese Oszillationen können mit dem Posturometer gemessen und auf einen Computerbildschirm visualisiert werden: Große "Schwankungen" innerhalb eines bestimmten Zeitraums bedeuten eine qualitativ niedrige Regelgüte der Körperhaltung durch das Kleinhirn. Kleine Schwankungen bedeuten eine hohe Regelgüte. Somit liefert das Posturometer diagnostische Hinweise über die Funktion bzw. Dysfunktion der Körperhaltung und kann auch zur Erfolgskontrolle einer Behandlung des Stütz- und Bewegung-sapparats in der medizinischen und therapeutischen Praxis verwendet werden. |

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